Multimedia-Labor für Kinder
 Information   ANI...PAINT   BlocksLab   Lernsystem   Referenzen   Lehrfilme   Shop     Support/Kontakt   SiteInfo    
Komprimierte Klänge (MP3) Autor: Andi Haehlen
Bearbeitet: 24.02.2011
Sound-Kompression - wozu ?

Digital gespeicherte Klänge sind Speicherfresser. Im Gegensatz zu geschriebenem Text benötigt ein gesprochener Text als Audio-Datei ein Vielfaches des Speicherplatzes. Während wir auf eine CD tausende von Texten in geschriebener Form bannen können (die zu lesen hunderte von Stunden dauern würde), reicht andererseits der gleiche Speicherplatz nicht einmal für 80 Minuten gesprochenen Text. Gleiches gilt natürlich für Musik.

Natürlich möchten wir in unserem ANI...PAINT-Projekt trotzdem Klänge verwenden. Geräusche, Sprache und Musik tragen viel zur Lebendigkeit einer Geschichte bei. Mit herkömmlichen (unkomprimierten) digitalen Tonformaten wie WAV oder AIFF würde unser Projekt allerdings schnell mal zu riesiger und unhandlicher Grösse heranwachsen.

Zum Glück gibt es Methoden, Klänge "schrumpfen" zu lassen, ohne dass dabei die wesentlichen Informationen verloren gehen. Das Prinzip der Datenkompression erscheint relativ simpel: Man lasse einfach die "unnötigen" Teile eine Klanges weg. Das menschliche Ohr, selbst wenn es professionell geschult ist, kann tatsächlich überlistet werden. Auch wenn wir dem Ohr weniger Daten zuführen, kann das Klangerlebnis (also die Information) konstant bleiben.


MP3

Natürlich ist die Praxis der Klangkompression in Wirklichkeit sehr kompliziert. Wissenschaftler des deutschen Fraunhofer Instituts haben 1987 damit begonnen, eine Methode zu entwickeln, welche wir unter dem Kürzel MP3 (MPEG Layer-3) kennen. Noch heute wird die Methode verfeinert und weiterentwickelt. Nebst dem populären MP3-Format existieren weitere Klangkomprimierungsmethoden, welche unterschiedliche Kompressionsdichten erreichen und zu verschiedenen Zwecken eingesetzt werden. Die Vielfalt an Formaten ist verwirrend.

Bit rate (kbits/sek)FormatKompression (Im Vergleich zu CD Audio)Drei Minuten des Lieds (650 Megabyte CD)
1411CD Audio 1:120
192Hoher Qualitaet MP3, WMA, oder AAC7.3:1 154
128Meist-downloaded Musik (legal oder andere) 11:1 231
64Hoher Qualitaet streaming MusiK 22:1 462
8Streaming Stimme; Internet Talk Radio176:13,697

Tabellenquelle: http://www.mp3developments.com/de-article6.php


Grundsätzlich gilt: Je stärker ein Klang komprimiert wird (je mehr Daten entfernt werden), desto unnatürlicher klingt er, da (besonders bei stärkerer Reduktion) auch Teile der Information verloren gehen. Ein Mass für die digitale Datendichte ist die Anzahl Bit pro Sekunde, auch Bitrate genannt. Musik auf einer herkömmlichen Audio-CD bringt es auf beinahe 1.5 Millionen Bits pro Sekunde. MP3 benötigt (je nach Komprimierungseinstellung) weniger als ein Zehntel davon, um einen fast ebenbürtigen Hörgenuss zu schaffen!


MP3 und ANI...PAINT ?

Ja, ANI...PAINT unterstützt selbstverständlich das Laden von komprimierten Klängen. Anstelle einer "klobigen" WAV- oder AIFF- Datei kann eine zehn Mal kleinere MP3-Datei mit dem gleichen Inhalt und in vergleichbarer Qualität verwendet werden. Diese Möglichkeit bietet vor allem zwei nicht zu unterschätzende Vorteile:

  • Unser Projekt bleibt kompakt und handlich, kann also bequemer gespeichert und weitergegeben werden.

  • Zum Abspielen unseres Projekts benötigen wir keinen modernen Computer. Auch ältere, langsamere Geräte kommen mit den Sounds zurecht, ohne ab der Datenflut ins Stottern zu geraten.



Klänge von Audio CD ins MP3-Format konvertieren

Natürlich wäre es für unser Projekt nützlich, Musik und Klänge ab einer Audio-CD ins MP3-Format wandeln zu können. Kein Problem: Mittlerweile existieren für die meisten Betriebssyteme eine Menge nützlicher Werkzeuge, welche diese Aufgabe zuverlässig meistern. Inwiefern dies auch urheberrechtlich zulässig ist, muss durch den Benutzer abgeklärt werden, vor allem dann, wenn die Klänge als Teil eines Projekts veröffentlich werden sollen.

Die Vorgehensweisen solcher CD-to-MP3 - Tools (siehe 'Sound Software' ) unterscheiden sich. Grundsätzlich gibt es zwei Ansätze:

  • Recording (digital-analog-digital): Manche Programme spielen auf dem CD-Player des Computers die Audio-CD ab, nehmen das Ausgangssignal gleichzeitig über den Eingang der Soundkarte auf und speichern das Ergebnis in eine Datei. Dies hat den Vorteil, dass prinzipiell auch exotische und geschützte Audio-CDs (sofern sie auf dem Computerlaufwerk abspielbar sind) umgewandelt werden können.
  • Ripping (digital-digital): Andere Programme können die Audio-CD direkt, also digital lesen, die Daten auf die Harddisk auslagern und anschliessend komprimieren. Ganz raffinierte Tools erledigen sogar beide Schritte in einem. Der Vorteil dieser Methode ist die (theoretisch) höhere Klangqualität, da kein analoger Zwischenschritt nötig ist, und das meist etwas schnellere Verfahren, da die Audio-CD mit erhöhter Geschwindigkeit (schneller als beim Anhören) gelesen werden kann.


Im Fall eines "normalen" ANI...PAINT-Projekts sind beide Methoden denkbar. Die Klangqualität spielt meist eine sekundäre Rolle, da das Projekt ohnehin "nur" über die Lautsprecher des Computers ausgegeben wird.

all content © Copyright by ANI...PAINT™ and NeLe™ New Learning, Hugo Neuhaus-Gétaz

aktuelle Sprache: deutsch
aktuelles Layout: bunti / Layout wählen:   1   2   3   4   5 
powered by NeLe Content Management System